Zivile Folgenutzung des Bundeswehrstandorts Eudenbach auf den Weg bringen

Jetzt für den KöWI-Sozialpreis 2014 bewerben
Soziales Engagement hat in Königswinter eine lange Geschichte und spielt auch heute eine wichtige Rolle als Ergänzung staatlicher Aufgaben. Initiativen, Organisationen und BürgerInnen setzen sich für Menschen ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Ganz konkret – vor Ort. Im Großen, wie im Kleinen. Diese Arbeit möchten wir unterstützen und den dahinterstehenden Menschen unsere Anerkennung aussprechen.
Der „KöWI Sozial-Preis für gesellschaftliches und soziales Engagement“ wird für das gesellschaftliche und soziale Engagement vergeben. Dazu zählen konkrete, gelungene Projekte, Einzelpersonen und Initiativen, die auf aktuelle soziale Fragen reagieren, Menschen unterstützen und sich einbringen. Ziel des Preises ist es untere anderem, ein Engagement zu würdigen, dass nicht im Rampenlicht steht. Der Preis ist mit 500 € dotiert.
Teilnahmeberechtigt im Bewerbungsverfahren sind alle Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen in Königswinter.
Die Personen, Initiativen und Organisationen können sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden.
Bewerbungen und Vorschläge können beim Vorstand erfahren finden sich unter: www.koewi-online.de
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. August diesen Jahres.

Der PUA hat 2012 aufgrund eines Antrags unserer Fraktion beschlossen, eine Perspektivenwerkstatt zur zivilen Folgenutzung des Bundeswehrstandorts Eudenbach durchzuführen. Weiter hatten wir vorgeschlagen, dieses Projekt gemeinsam mit NRW Urban durchzuführen.
Da die Schließung der Anlage langsam näher rückt und Konversion oftmals ein langwieriger Prozess ist, sollte nun zeitnah das Thema wieder aufgegriffen werden.
Daher wird die Verwaltung nun in einem Antrag für den PUA gebeten, zeitnah mit der Landesgesellschaft NRW Urban Kontakt aufzunehmen, um das Verfahren Perspektivenwerkstatt „Nachnutzung Bundeswehrstandort Eudenbach“ zu starten. Dieses sollte zunächst folgende Schritte beinhalten:

1. NRW-Urban stellt die konzeptionellen Ansätze, grundsätzlichen Abläufe sowie Zeitplan und Kostenrahmen für die Durchführung einer Perspektivenwerkstatt in einer der nächsten PUA-Sitzungen vor.
2. Die Verwaltung klärt im Vorfeld die Fördermöglichkeiten für den Konversionsprozess.

Für die Dauer der militärischen Nutzung waren die Flächen dem kommunalen Planungsrecht entzogen. Nach der Aufgabe der Fläche hat die Stadt Königswinter hier automatisch wieder das „Heft der Stadtentwicklung“ in der Hand. Das 32 ha umfassende Areal bündelt ein erhebliches Potential an Freiflächen, Lagerhallen und Büroräumen.
In Eudenbach gebieten die Standortbedingungen, insbesondere der angrenzende Flugplatz und die Naturschutzgebiete, eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit den Auswirkungen zukünftiger Nutzungen. Deshalb gilt es, das Zeitfenster bis zur endgültigen Aufgabe des Standortes so gut wie möglich zu nutzen und den notwendigen Prozess möglichst frühzeitig zu starten. Im Rahmen einer Perspektivenwerkstatt, die von einem in der Sache erfahrenen Moderator
(http://www.nrw-urban.de/produkte/konversion/) geleitet werden sollte, können mögliche Alternativen für die zukünftige Nutzung des Geländes mit breiter öffentlicher Beteiligung erörtert werden.
NRW  Urban unterstützt als Landesgesellschaft die Kommunen bei der Entwicklung von Perspektiven und Strategien für tragfähige zivile Nachnutzungen. Entsprechende Leistungen müssen beim Landesministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr beantragt werden.
Mittlerweile ist mit der Vorlage des Entwurfs des neuen LEP ein zusätzliches Problem hinzugekommen. Überlegungen, die Fläche zu renaturieren, erscheinen vor dem Hintergrund der naturschutzfachlichen Gegebenheiten zwar leicht nachvollziehbar, aber eine Umsetzung in vollem Umfang muss aus ökonomischer Sicht zumindest hinterfragt werden.
Umso wichtiger erscheint es, sich hier frühzeitig Gedanken über möglichst umweltverträgliche Nutzungen zu machen.

 

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Mittel- und langfristig sollten nach Meinung der KöWI-Fraktion die städtischen Pkw (Boten-, Pool- und Spezialfahrzeuge) und Teile der Nutzfahrzeuge (z.B. Friedhofs-, Presscontainerfahrzeuge und Pritschenwagen) durch entsprechende Elektrofahrzeuge ausgetauscht werden. Dies wäre ein sichtbarer Beitrag zur Einsparung von CO2 und Emissionen. Damit könnte die Verwaltung eine Vorreiterrolle in unserer Stadt einnehmen.
In einem ersten Schritt sollte geprüft werden, welche Fahrzeuge geeignet sind. Parallel dazu muss die notwendige Ladeinfrastruktur konzipiert werden.

Die Verwaltung wird daher in einem aktuellen Antrag für den Planungsausschuss gebeten zu prüfen, in welchem Rahmen Teile des städtischen Pkw- und Nutzfahrzeuge-Fuhrparks sukzessive auf E-Mobilität umgestellt werden können. Parallel dazu muss geklärt werden, welche Ladeinfrastruktur geschaffen werden müsste.

Mittlerweile gibt es im Bereich der Elektromobilität moderne Carsharing-Angebote mit vielfältigen Nutzungskonzepten, die genau auf die jeweiligen Verwendergruppen zugeschnitten werden. Neben der eindeutigen ökologischen Vorteile wird die Umstellung dann ökonomisch interessant, wenn die Autos möglichst gut ausgelastet sind. Dies kann zum Beispiel durch Kombination unterschiedlicher Nutzergruppen bei den Pkw der Fall sein (tagsüber Verwaltung, abends und am Wochenende private Nutzung).
Wichtig ist, dass die Nutzerprofile sich ergänzen, und die Verwaltung der Autos transparent durchgeführt werden kann.

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