Chance verpasst. Keine Gesundheitskarte für geflüchtete Menschen in Königswinter

Am Mittwoch stand das Thema Gesundheitskarte für geflüchtete Menschen wiederholt auf der Tagesordnung des städtischen Sozialauschusses.

Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung aus Erfahrungen in anderen Kommunen (darunter Bonn,Monheim, Alsdorf und Gevelsberg) eingeholt (siehe Sitzungsvorlage mit Anlagen der Verwaltung)

Das Ergebnis:
1. Die Gesundheitskarte verbessert den Zugang zur Versorgung,
2. bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gibt es unterschiedliche Erfahrungen,
3. die Arbeitsbelastung bei den Verwaltungen stieg bei der Einführung an, reduzierte sich dann aber im Wesentlichen.

Das Argument einer Leistungsausweitung mit einer ausgegebenen Gesundheitskarte konnte also nicht bestätigt werden.

Einen weiteren Prüfauftrag haben wir kritisch gesehen und zusammen mit der SPD auf eine Entscheidung gedrungen.

Dem wollte die Koalition aus CDU, FDP und den alternativen Grünen nicht folgen und lehnte die Einführung der Karte in 2018 ab.

Eine verpasste Chance also, Menschen in unserer Stadt durch einen kleinen Schritt, zu mehr Würde zu verhelfen. Auch wenn es sich bloß um ein Wartezimmer handelt.

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